Stahlschrottrecycling ist eine Rohstahlquelle und daher heutzutage von großer Bedeutung, um die natürlichen Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen. Unsere Kunden nutzen den Lichtbogenofen, um Stahlschrott für die Produktion von neuem Stahl zu recyceln. Bei diesem Verfahren wird ein gefährlicher Abfall namens „Stahlstaub“ erzeugt. Befesa sammelt und recycelt diese gefährlichen Abfälle.

 

Im Vergleich zu dem herkömmlichen Wälzverfahren weist das patentierte SDHL-Wälzverfahren Vorteile auf und wurde daher zur 'Besten Verfügbaren Technik' (BVT). Die SDHL-Technologie kommt in sechs Befesa-Anlagen – in Spanien (Befesa Zinc Aser S.A.U.), Deutschland (Befesa Zinc Duisburg GmbH, Befesa Zinc Freiberg GmbH), Südkorea (Befesa Zinc Korea, Ltd.), der Türkei (Befesa Silvermet S.L.) und Frankreich (Recytech S.A.) – zum Einsatz.

Das SDHL-Wälzverfahren besteht aus folgenden Verfahrensschritte:

Stäube, Schlämme, Filterkuchen oder andere zinkhaltige Reststoffe werden von unseren Kunden in unterschiedlichen Zusammensetzungen angeliefert und zunächst in geschlossenen Silos oder Hallen gelagert. Die durchschnittliche Lagerkapazität entspricht je nach Anlage in etwa der Produktion von einem bzw. zwei Monaten. In einem ersten Schritt werden diese Reststoffe durch Zugabe von Wasser, Koks und Kalk pelletiert, um eine homogene Beschickung des Wälzofens zu gewährleisten. Diese Mikropellets werden entweder direkt oder über eine Zwischenlagerung in den Ofen eingebracht. Bei der Betriebstemperatur des Ofens von ca. 1.200 °C werden zunächst die Metallverbindungen, insbesondere das Zink, verflüchtigt (Reduktion). Das dampfförmige Zink wird anschließend zum sog. Wälzoxid rückoxidiert. Das Wälzoxid – das eigentliche Produkt des Prozesses – gelangt mit allen Abgasen in die Abgasreinigungsanlage, wird dort als Feststoff abgeschieden und als Sekundärrohstoff an die Zinkindustrie zurückgeführt.

Durch die gezielte Beaufschlagung mit Luft am Ofen Ende oxidiert ein Großteil des während des Prozesses reduzierten Eisens wieder zu Eisenoxid (FeO). Die bei der Oxidation erzeugte Wärme wird zur Vorwärmung der eintretenden Frischluft und damit als Wärmeenergie für den chemischen Prozess in der Reaktionszone genutzt. Dank der von Befesa entwickelten Technologie konnte die Effizienz bei diesem Verfahrensschritt im Vergleich zum herkömmlichen Wälzverfahren optimiert werden.

In den Wälzanlagen von Befesa wird das Wälzoxid durch eine zwei- bzw. dreifache Gegenstromlaugung von Verunreinigungen befreit.

Die beim Prozess anfallende Wälzschlacke kann zudem als Straßenbau- und Deponiebaumaterial verwendet werden. In Spanien ist sie unter dem Namen Ferrosita® erhältlich.